Pfarrei Sarnen

Impfung der Geschwisterlichkeit und Hoffnung.

Joseph M. Bonnemain, Bischof von Chur

Weltgebetstag Rückblick

Am Freitag, 5. März 2021 wurde in fast allen Obwaldner Gemeinden der jährlich stattfindende Weltgebetstag gefeiert. Die Vorlage dazu schreiben jedes Jahr Frauen aus einem anderen Land, für 2021 also aus Vanuatu.

Vanuatu! Noch nie gehört? Dieser kleine Inselstaat liegt im Südpazifik. Manchen ist vielleicht der Name «Neue Hebriden» besser bekannt, den der englische Seefahrer James Cook der Inselgruppe gegeben hatte, als er 1774, während seiner zweiten Südseereise, auf ihr landete. Und so hiess der Archipel bis zu seiner Unabhängigkeit von der britisch-französischen Doppelherrschaft im Jahr 1980.

Wer die weltweiten Nachrichten aufmerksam verfolgt, fand Vanuatu in den vergangenen Jahren zweimal in den Schlagzeilen. Grund dafür waren die Wirbelstürme Pam im März 2015 und Harold im April 2020, welche gewaltige Verwüstungen anrichteten. Weitere Risiken durch Naturgewalten bilden die z.T. noch aktiven Vulkane, die aber auch eine Touristenattraktion sind.

Zurück nach Kägiswil. Erstmals feierten Sarnen, Stalden und Kägiswil den Weltgebetstag gemeinsam und Petra Küchler begrüsste in der Pfarrkirche Kägiswil die zahlreich erschienenen Frauen. Mit den Worten der Meditation, geschrieben von Maria Broedel, wurde die Begrüssung abgerundet. Die Frauen vom OK (Petra Küchler, Nicoletta von Wyl, Esther Bucher, Anita Gasser und Monika Küchler) zogen mit landestypischen Symbolen in die Kirche ein und legten sie vor dem Altar nieder: z.B. eine grosse Schale mit Sand, für das sprachenreichste Land der Welt – Sandbilder wurden auch zur Kommunikation benutzt, ebenso die Trommel. Der Wasserkrug steht für das lebensnotwendige Trinkwasser, das durch den steigenden Wasserspiegel vom Salz bedroht ist. Die geflochtene Matte steht für die Flechtarbeiten, welche die meisten Frauen für den Lebensunterhalt herstellen.

Anschliessend wurde ein Film gezeigt, in welchem Rahima Heuberger sehr eindrücklich über ihre Reise anfangs 2020 durch Vanuatu und von Land und Leuten erzählt. Herzlichen Dank der reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn, welche ihre Aufnahmen zur Verfügung stellte.

Schon zum Einzug verstanden es Ruth Schwab am Klavier und Gabriela Schöni mit dem Regenrohr die passende Hintergrund-Wassermusik zu spielen. Und während der ganzen Feier kamen immer wieder typische Rhythmusinstrumente (z.B. ein Original-Bambusklavier) zum Einsatz und untermalten wunderbar die Feier.

Zum Abschluss wurde das Weltgebetstagslied gespielt, aber auf das übliche Zusammensitzen nach der Feier musste dieses Jahr aus bekannten Gründen verzichtet werden.

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